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IHK-Mitgliedschaft

Betreiber von Photovoltaikanlagen wundern sich: Während für viele Anlagen auf dem eigenen Dach keine Gewerbeanmeldung nötig ist, sind die Einnahmen daraus plötzlich doch Einkünfte aus Gewerbebetrieb.

Es ist schon seltsam: Die gewerberechtliche und die steuerliche Behandlung von Photovoltaikanlagen fallen auseinander. So ist nach einem Beschluss des „Bund-Länder-Ausschusses für Gewerberecht“ eine Gewerbeanmeldung nicht erforderlich, wenn eine Photovoltaikanlage auf Dächern eigen genutzter Gebäude installiert und betrieben wird. Für Photovoltaikanlagen, die auf fremd genutztem Gelände installiert und betrieben werden, ist eine Gewerbeanmeldung dagegen zwingend erforderlich.

Das sagt das Finanzamt
Anders ist es mit der steuerrechtlichen Beurteilung. Einnahmen aus dem Betrieb von Photovoltaikanlagen werden vom Finanzamt grundsätzlich als Einkünfte aus Gewerbebetrieb festgestellt und die Betreiber entsprechend zur Gewerbesteuer veranlagt. Allerdings werden mit Photovoltaikanlagen in der Regel keine Gewinne über 24.500 Euro erwirtschaftet. Deshalb fällt meist auch keine Gewerbesteuer an.

IHK-Mitglied ist, kurz gefasst, wer zur Gewerbesteuer veranlagt wird. Deshalb sind die Betreiber von Photovoltaikanlagen Mitglieder ihrer regional zuständigen IHK. Diese Mitgliedschaft ist für die meisten Betreiber von Photovoltaikanlagen kostenlos. Denn nicht ins Handelsregister eingetragene Mitglieder müssen keine IHK-Beiträge zahlen, so lange der Gewinn 5.200 Euro im Jahr nicht übersteigt. Existenzgründer sind unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls vom Beitrag befreit.

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