IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Corporate Social Responsibility für die unternehmerische Praxis

Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg engagiert sich in der Global Compact Initiative der Vereinten Nationen. Dabei handelt es sich um die weltweit größte und wichtigste Initiative für verantwortungsvolle Unternehmensführung. Die Vision des UN Global Compact ist eine inklusive und nachhaltige Weltwirtschaft.
In dieser Ausgabe entnehmen Sie unseren aktuellen Bericht für das Jahr 2018 indem die IHK auch in diesem Jahr wieder für verantwortliches unternehmerisches Handeln in der eigentlichen Geschäftstätigkeit, über ökologisch relevante Aspekte bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeitern und dem Austausch mit den relevanten Anspruchs- bzw. Interessengruppen berichtet.
Die IHK unterstützt in Ihrer Funktion als Dienstleister ihrer Mitgliedsunternehmen auch  bei Fachveranstaltungen, Fachvorträgen Innovationsforen sowie in den öffentlichen Medien, indem sie Netzwerke formt und fördert, über aktuelles in der Wirtschaft zu Umwelt-, Innovations- und Technologiethemen informiert und rechtliche Hilfestelltung leistet.

Gesellschaftliche Verantwortung

IHK Transparent

Die IHK‘s als Körperschaften des öffentlichen Rechts sehen sich zunehmend mit dem Anspruch nach Transparenz konfrontiert.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden hat die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg im Jahr 2018 einen Haushaltsausschuss gegründet. Die Mitglieder des Haushaltsausschuss sind gewählte Vertreter der Vollversammlung und sind überwiegend Geschäftsführer international agierender Unternehmen und Experten im Bereich Finanzen. Der Haushaltsausschuss soll sich im Detail und nachhaltig mit den Finanzen der IHK und der Finanz- und Ressourcenplanung befassen, zudem gemeinsam mit dem Hauptamt eine nachhaltige Finanz- und Ressourcenstrategie erarbeiten und gegebenenfalls interne Richtlinien zu speziellen Finanzthemen formulieren. Die Ergebnisse der gemeinsamen Sitzungen werden der Vollversammlung präsentiert und durch das Präsidium empfohlen. Die Vollversammlung kann nach entsprechender Beschlussfassung die konkrete Umsetzung der Arbeitsergebnisse realisieren. Mit der Implementierung des Haushaltsausschusses stellt somit die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg sicher, dass ausgewählte Vertreter der Mitgliedsunternehmen direkten Einfluss und Einsicht in alle finanzspezifischen Belange der IHK erhalten und dass die strategische Ausrichtung der IHK nachhaltig und direkt durch diese mitgestaltet wird.
Zur weiteren Transparenz werden sämtliche Wirtschaftssatzungen, Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen auf der Internetseite der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg der Öffentlichkeit zur Einsicht zur Verfügung gestellt.

Arbeitsleben

Qualitätssiegel „Attraktiver Arbeitgeber“

Die Arbeitsstelle ist für viele Arbeitnehmer neben dem Familien- und Freundeskreis der wichtigste Teil ihres Lebens. Dies gilt nicht nur, weil sie dort einen großen Teil ihrer Zeit verbringen, sondern auch, wie viele Studien zeigen, ein erfüllender Beruf einen starken Einfluss auf die allgemeine Lebenszufriedenheit hat. Die IHK setzt sich in ihrer täglichen Arbeit nicht nur für die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen ein, auch die Förderung menschenwürdiger Arbeitsverhältnisse gehört zu ihrem Aufgabenbereich. Angesichts der großen Bedeutung, die der Arbeitgeber im Leben der Arbeitnehmer einnimmt, ist es wichtig, dass das Arbeitsverhältnis auf die Ziele und Bedürfnisse der Menschen Rücksicht nimmt.
Mit dem Siegel „Attraktiver Arbeitgeber“ hat die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg ein bundesweit einzigartiges Auditierungsverfahren geschaffen. Mit diesem Siegel werden Unternehmen ausgezeichnet, deren Mitarbeiter außergewöhnlich zufrieden mit ihrem Arbeitgeber sind. Wertschätzung, Führungs- und Unternehmenskultur, offene Kommunikation und die Anerkennung von Erfolgen spielen bei der Bewertung eine große Rolle, aber auch Familienfreundlichkeit, betriebliches Gesundheitsmanagement und Entlohnungsgerechtigkeit sind wichtige Faktoren für die Auszeichnung als Attraktiver Arbeitgeber.

Kontaktstelle Frau und Beruf

Die Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein wichtiges Menschenrecht. Noch
sind Frauen in vielen Bereichen des Berufslebens unterrepräsentiert und haben zum
Teil auch gegen Benachteiligungen zu kämpfen. Dazu kommen berufliche Auszeiten
aus familiären Gründen, da sich in jungen Familien auch heute noch Frauen eher als
Männer für die Kinderbetreuung entscheiden. Die IHK möchte Frauen helfen, die sich
trotz dieser Herausforderungen auch beruflich verwirklichen wollen. Zu diesem Zweck
betreibt die IHK in Trägerkooperation mit der Handwerkskammer Konstanz, gefördert
vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, die
Kontaktstelle Frau und Beruf Schwarzwald-Baar-Heuberg.
Diese Kontaktstelle berät Frauen vertraulich und kostenfrei in allen beruflichen Fragen. Sie spricht alle Frauen an, unabhängig von Alter, Bildungsstand oder Nationalität und behandelt mit ihnen Themen wie berufliche Weiterbildung, Existenzgründung und berufliche Neuorientierung. Im vergangenen Jahr haben die Mitarbeiterinnen der Kontaktstelle mehr als 110 Frauen persönlich beraten. Dabei konnten mit professioneller Unterstützung, auch durch regionale Netzwerke und Arbeitskreise, individuelle Lösungen entwickelt werden.
Neben persönlicher Beratung werden auch Veranstaltungen und andere Netzwerktreffen organisiert. 2018 gab es Veranstaltungen zu folgenden Themen: Bewerbungstraining, kurze Vorstellungsgespräche mit Unternehmern, Persönlichkeitsentwicklung, Existenzgründung, Digitalisierung und E- Commerce. Die Veranstaltungen waren sehr gut besucht, insgesamt haben rund 250 Frauen und Unternehmer teilgenommen.
Als neutraler Träger kooperiert die Kontaktstelle mit Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Politik und Verwaltung, um bedarfsgerechte Angebote zu entwickeln, die Frauen in ihrer beruflichen Laufbahn unterstützen und ihre Erwerbs- und Weiterbildungschancen erhöhen.

Gesundheitsmanagement

Arbeitnehmer verbringen einen beträchtlichen Anteil ihrer Zeit an ihrem Arbeitsplatz – gleichzeitig ist die Tätigkeit dort oft mit Stress und anderen Gesundheitsrisiken verbunden. Daher ist es wichtig, die Arbeitsplatzgestaltung so zu optimieren, dass die vorhandenen Risikofaktoren möglichst minimiert werden. Neben den Arbeitnehmern profitieren auch die Unternehmen von derartigen Maßnahmen. Als attraktive Arbeitgeber gewinnen sie leichter Fachkräfte; gleichzeitig sind gesunde Mitarbeiter leistungsfähiger.
Eine Säule des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist die gesunde Führung. In welchem Maß ein Arbeitsplatz die Mitarbeitergesundheit beeinflusst, ist nicht nur von organisatorischen, technischen und strukturellen Bedingungen abhängig, sondern wird auch in hohem Maße von persönlichen Faktoren geprägt. Ein gesunder Führungsstil zeichnet sich beispielsweise durch Wertschätzung, Offenheit, Transparenz und Motivation aus und vermag es darüber hinaus, die Persönlichkeit und Ziele des Mitarbeiters mit denen des Unternehmens in Einklang zu bringen. Dabei sind Investitionen in gesunde Arbeit nicht nur eine Frage sozialer Verantwortung, sondern auch ein wirtschaftliches Gebot. Unternehmen und Beschäftigte profitieren von Investitionen in den Arbeitsschutz und die Gesundheit der Belegschaft.
Um die Mitgliedsunternehmen bei der Umsetzung eines eigenen Gesundheitsmanagements zu unterstützen, sensibilisiert die IHK für die Möglichkeiten, die Betriebliches Gesundheitsmanagement mit sich bringen kann, und bietet unter anderem Informationsveranstaltungen sowie Zertifikatslehrgänge und Weitbildungsseminare zu diesem Thema an.

Arbeitsleben in der IHK selbst

Die IHK setzt sich nicht nur nach außen für eine Gestaltung des Arbeitslebens ein, welche die Interessen von Unternehmen und Arbeitnehmern berücksichtigt und zu einem fairen Ausgleich bringt. Auch nach innen sollen die Erkenntnisse der Arbeitsforschung umgesetzt werden, um durch eine möglichst angenehme Arbeitsplatzgestaltung die Effektivität und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern. Gleichzeitig sollen eventuell auftretende Probleme durch eine Politik der offenen Türen und eine vertrauensvolle Feedback-Kultur gelöst werden, bevor Konflikte zu einer Minderung der Arbeitsplatzzufriedenheit führen.

Umweltschutz

Der Erhalt der Umwelt ist ein weiterer Aspekt, der für verantwortlich handelnde Unternehmer wichtig ist. Der schonende Umgang mit Ressourcen und die Reduzierung von Umwelteingriffen auf das notwendige Minimum sind für einen verantwortlichen Kaufmann, der immer auch die Folgen seines Handelns im Blick hat, ein wichtiger moralischer Maßstab. Geschäfte auf Kosten anderer sind nicht mit diesem Ethos vereinbar – dies gilt auch für Geschäfte auf Kosten künftiger Generationen oder der Umwelt. Die IHK hilft ihren Mitgliedern nicht nur dabei, die zahlreichen Umweltvorschriften einzuhalten, sie engagiert sich auch selbst vielfältig für den Umweltschutz, insbesondere in den Bereichen Energieeffizienz und umweltfreundlicher Mobilität.

Kompetenzstelle Energieeffizienz

Knapp die Hälfte der in Deutschland genutzten Endenergie wird von Unternehmen verbraucht. Dieser hohe Anteil zeigt, welch großes Einsparpotenzial in diesem Bereich liegt. Ein Großteil dieses Potenzials lässt sich häufig schon mit einfachen Maßnahmen realisieren. Dies spart Kosten, schont Ressourcen, erhöht die Versorgungssicherheit, stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und ist aktiver Beitrag zum Klimaschutz.
Aus diesem Grund hat die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg die Kompetenzstelle Energieeffizienz eingerichtet. Mit diesem Projekt, das von der Europäischen Union und dem Land Baden-Württemberg gefördert wird, werden Unternehmen dabei unterstützt, Energieeffizienzmaßnahmen erfolgreich umzusetzen und sie mit Energieberatern und -dienstleistern zusammenzubringen.
Im Jahr 2018 wurden so von der Kompetenzstelle XX Unternehmen besucht, um vor Ort Energieeinsparpotenziale zu identifizieren und möglich Maßnahmen abzuleiten. Weiterhin fanden drei Unternehmensexkursionen mit 27 Unternehmensvertretern in die Lernfabrik für Energieproduktivität an der Universität Darmstatt statt. Im Rahmen von ergänzenden Informationsveranstaltungen und Kongressen informierten sich 2018 bei der KEFF darüber hinaus weitere 300 interessierte Personen und Unternehmen rund um das Thema Energieeffizienz.

EnergieScouts

Die IHK engagiert sich nicht nur über die Kompetenzstelle Energieeffizienz für die Nutzung von Einsparpotenzialen beim Energieverbrauch. Daneben hat sie im Juli 2014 noch das Projekt „Azubis als EnergieScouts” für kleine und mittelständische Unternehmen gestartet. So sollen auch in den kommenden Jahren im Rahmen zahlreicher Workshops Azubis an das Thema Energie und deren effiziente Nutzung im Unternehmen herangeführt und zu EnergieScouts qualifiziert werden. Dabei haben die Auszubildenden die regelmäßige Aufgabe, Energieeinsparpotenziale im Unternehmen aufzuspüren, zu dokumentieren oder diese vielleicht sogar selbstständig bzw. in Absprache mit den verantwortlichen Personen umzusetzen. Als Ansatzpunkte kommen sowohl technische Aspekte als auch eine Sensibilisierung aller Unternehmensmitarbeiter für ein besseres Umweltbewusstsein in Frage. So können auch die Auszubildenden ihren ganz eigenen Beitrag im Unternehmen leisten, die Herausforderungen vor dem Hintergrund der Energiewende zu meistern. Die IHK stellt zusammen mit Fachexperten die Ausbildung der Scouts im Rahmen von Workshops sicher und stellt diesen darüber hinaus leihweise das nötige Handwerkszeug zur Verfügung, wie beispielsweise Kameras zur Infrarot-Thermografie oder Geräte zum Aufspüren von Druckluftleckagen. Außerdem erhalten die Auszubildenden von der IHK ein zusätzliches Zertifikat über diese Weiterbildung. Die Azubis „vererben“ dann im Gegenzug die gewonnenen Erfahrungen und Kenntnisse gewissermaßen von einem Ausbildungsjahrgang zum nächsten an die „Nachfolgerinnen und Nachfolger“ weiter. So institutionalisieren innovative Unternehmen Energieeffizienz und Umweltschutz im täglichen Betrieb und binden die Auszubildenden in Entscheidungsprozesse ein. Die Azubis werden somit zusätzlich gefordert und erweitern ihre fachlichen, methodischen und kommunikativen Kompetenzen. 2018 wurden so weitere 54 Azubis aus 19 Unternehmen geschult. Somit steigt die Anzahl der EnergieScouts in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, die in den letzten Jahren an dieser Schulungsmaßnahme teilgenommen haben und ihre Unternehmen zukünftig beim Energiesparen unterstützen, auf stolze 162. Ein weiterer Kurs ist für 2018 geplant.

Registerführende Stelle für EMAS

Das Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung (EMAS) der EU unterstützt Unternehmen in ihrer nachhaltigen Entwicklung und der Steuerung ihrer Auswirkungen auf die Umwelt, bei der Planung, der Prüfung und der Verbesserung ihrer Umweltverträglichkeit, beim Rohstoff-, Wasser- und Energieverbrauch sowie beim Einsatz von Transportfahrzeugen und Dienstleistungen und der Einhaltung des Umweltrechts. Unternehmen, die das EMAS-Logo führen, profitieren nicht nur von Umweltverbesserungen, sondern werden von der Öffentlichkeit auch besser wahrgenommen. Durch die regelmäßige Veröffentlichung ihrer Umwelterklärung steigern sie die Transparenz und somit ihr Ansehen und ihre Glaubwürdigkeit.
Weitere Vorteile von EMAS sind Kosteneinsparungen, eine Verringerung der Gefahr von Betriebsstörungen und Unfällen und der damit verbundenen rechtlichen und finanziellen Konsequenzen sowie neue Geschäftsmöglichkeiten in Märkten, in denen „grüne“ Produktionsverfahren von Bedeutung sind. Für Unternehmen in den Landkreisen Rottweil, Schwarzwald-Baar und Tuttlingen ist gem. § 32 Abs. 1 UAG die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg die entsprechende registrierende Stelle. Damit nimmt die IHK eine weitere öffentlich-rechtliche Aufgabe für ihre Mitgliedsunternehmen wahr. Diesen wird damit der unbürokratische Zugang zu den Möglichkeiten dieses Umweltmanagements ermöglicht.
Im Jahr 2018 stellten sich im Bezirk der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg 27 Organisationen an 43 Standorten dieser Herausforderung im Sinne der Umwelt und Ressourcenschonung.

Arbeitskreis Energie

Branchenübergreifender Erfahrungsaustausch und das Umsetzen gemeinsam erarbeiteter Lösungen zählen zu den erfolgreichsten Strategien, wenn es um das Energiesparen geht. Daher betreibt die IHK seit mehreren Jahren einen Arbeitskreis Energie für Unternehmen der Industrie und des produzierenden Gewerbes. Mit Fachvorträgen erarbeiten diese Unternehmen in regelmäßigen Sitzungen gemeinsam Lösungen zur effizienteren Energienutzung in ihren Unternehmen und unterstützen sich gegenseitig durch regelmäßige Erfahrungsberichte aus ihren Projekten. Somit erhält jedes Unternehmen Zugang zu wertvollem Wissen und Erfahrungen der „Kollegen“, an die es sonst nur schwer oder gar nicht herankommen würde. Aber auch aktuelle rechtliche und politische Energiethemen stehen auf der Agenda der Arbeitskreissitzungen.
2018 engagierten sich rund 30 Personen aus 23 Betrieben aller Größen und Branchen aus der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg in diesem Arbeitskreis.

Forschung und Entwicklung

Die IHK engagiert sich im Sinne ihrer Mitglieder auch für die Förderung von Forschung und Innovation. Durch die Weiterentwicklung bestehender Technologien können Produkte umweltfreundlicher und Arbeitsprozesse angenehmer für die Mitarbeiter werden. Gleichzeitig kann mit Innovationen in der Arbeitswelt dafür gesorgt werden, dass die Menschen ihre Berufstätigkeit als Bereicherung statt als Belastung erleben.
Gerade mittelständische Unternehmen sehen sich großen Herausforderungen ausgesetzt, wenn sie innovativ bleiben wollen. Forschung und Entwicklung können große Ansprüche an Ressourcen bedeuten, die ein einzelnes Unternehmen nicht ohne weiteres schultern kann. Um dennoch den erreichten Innovationsvorsprung im internationalen  Wettbewerb halten zu können, unterstützt die IHK ihre Mitgliedsunternehmen bei der Vernetzung ihres Innovationspotenzials: Bei TechnologyMountains e. V. sind bereits 270 Unternehmen vom Vernetzungsangebot überzeugt. Gemeinsam repräsentieren sie die technologische Stärke und Innovationskraft im Südwesten.
Die Mitglieder sind Spezialisten und zählen in den verschiedensten Bereichen zu den Weltmarktführern. TechnologyMountains konzentriert sich bei seiner Arbeit besonders auf die präzisionstechnischen Herausforderungen in Mikrotechnologie, Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie Werkstofftechnik. Über klassische Branchengrenzen hinweg verschafft der Verbund Zugang zu technischem Know-how, insbesondere für die Präzisionstechnik in den Branchen Automotive, Elektrotechnik, Maschinenbau und Medizintechnik.
TechnologyMountains versteht sich als Bindeglied zwischen Wirtschaft und Wissenschaft und initiiert gemeinsam mit den Mitgliedern Entwicklungs- und Kooperationsprojekte. Damit wird die technologische Führungsrolle der Mitgliedsunternehmen gesichert und ausgebaut. Ziel der Technologieoffensive ist  es, Synergien systematisch zu fördern, Kompetenzen zu vernetzen und Innovationen voranzutreiben. Sie unterstützt Unternehmen, damit diese ihr Wachstum sichern, ihre Marktanteile ausweiten und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit garantieren können. Ein besonderes Beispiel der Vernetzung stellen die Innovationsforen dar. Dort kommen Unternehmer und Experten aus der Industrie mit kreativen Wissenschaftlern an einen Tisch und tauschen sich zu aktuellen und zukünftigen Themen folgender Schwerpunktbranchen aus: Smarte Technologien & Systeme, Kunststofftechnik, Zerspanungstechnik und Medizintechnik. Die vier Innovationsforen im Jahr 2018 erzielten mehr als 1.000 Besucher und Aussteller.
TechnologyMountains ist Mitglied im Bundesprogramm „go-cluster“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, wurde mit dem Gold-Label der European Cluster Excellence Initiative und dem Qualitätslabel Cluster-Exzellenz Baden-Württemberg des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg ausgezeichnet und ist Preisträger im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2016“ zum Thema „NachbarschafftInnovation – Gemeinschaft als Erfolgsmodell“.

Rechtstreue

Um seiner Verantwortung gegenüber der Gesellschaft nachzukommen, muss sich ein Unternehmer selbstverständlich an geltendes Recht halten. Hier gibt die IHK ihren Mitgliedern Hilfestellungen, um mögliche rechtliche Risiken zu erkennen und Verstöße zu vermeiden. So wird den Mitgliedsunternehmen regelmäßig die Möglichkeit gegeben, sich kostenfrei über aktuelle rechtliche Entwicklungen zu informieren. Darüber hinaus können Mitgliedsunternehmen auch persönlich oder bei den IHK-Juristen Auskünfte einholen, wenn sie in ihrem Unternehmen mit unbekannten Rechtsthemen konfrontiert sind.

Sprechtage

Die Rahmenbedingungen wirtschaftlicher Tätigkeiten werden durch die Politik immer detaillierter geregelt, dazu werden bestehende Gesetze an neue Umstände angepasst. Dieser ständige Wandel stellt Unternehmen, die sich rechtskonform verhalten wollen, vor zusätzliche Herausforderungen: Sie müssen neben ihrem Tagesgeschäft auch den Überblick über diese Entwicklungen behalten. Hier hilft die IHK ihren Mitgliedern, indem sie Sprechtage organisiert, an denen sich Unternehmen zu den sie betreffenden Themen informieren können.

Arbeitssicherheit

So werden etwa kostenfreie Beratungstermine zum Themengebiet „Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz“ angeboten. Interessenten erhalten hier in halbstündigen Einzelberatungen wichtige Informationen rund um den Arbeitsschutz im Betrieb und haben die Gelegenheit, individuelle Fragestellungen mit einem Experten zu diskutieren, um dann in ihren Unternehmen ein Maximum an Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit gewährleisten zu können. Als Fachberater stehen hier regional niedergelassene Experten für Arbeitssicherheit ehrenamtlich Unternehmern zur Seite. Im Jahr 2018 fanden 8 Arbeitssicherheit-Beratungen statt.

CE-Kennzeichnung

Außerdem bietet die IHK ihren Mitgliedsunternehmen eine kostenfreie Erstberatung zum Themengebiet „CE-Kennzeichnung“ sowie „Konformitätserklärung für Unternehmen“ an. Interessenten erhalten in halbstündigen Einzelberatungen Erstinformationen und grundlegende Kenntnisse zu wichtigen Arbeitsschritten, Begriffen, Hilfsmitteln und Anlaufstellen rund um das CE-Zeichen. Auch hier stehen die in der Region niedergelassenen Anwälte und Berater als Fachberater ehrenamtlich zur Verfügung. Mit diesem Service werden Unternehmer auf die Wichtigkeit der korrekten CE-Ausweisung, bzw. der richtigen Anwendung der entsprechenden Richtlinien und Normen sowie die Erstellung von Konformitätserklärungen hingewiesen. Im Jahr 2018 fanden 15 CE-Beratungen statt.

Patentrecht

Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg. Um neue Erfindungen wirtschaftlich verwerten zu können, müssen sie aber auch geschützt werden. Die IHK bietet eine kostenfreie Erfinderberatung für Unternehmen, Arbeitnehmer-Erfinder, freie Erfinder sowie Existenzgründer an. Interessenten erhalten in halbstündigen Einzelberatungen Erstinformationen und grundlegende Kenntnisse zu den gewerblichen Schutzrechten.
Ebenso wie bei den Sprechtagen für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sowie den CE-Sprechtagen stehen auch hier in der Region niedergelassene Berater sowie zusätzlich Patentanwälte ehrenamtlich mit ihrer Expertise zur Verfügung. Mit diesem Service werden Erfinder und Ideenträger auf die grundsätzliche Bedeutung der gewerblichen Schutzrechte hingewiesen. In der Beratung werden die notwendigen Schritte aufgezeigt, die zum optimalen Schutz einer Innovation erforderlich sind, die Vorzüge der einzelnen Schutzrechte erläutert und Hinweise zu Anmeldeverfahren und Verfahrenskosten gegeben. Im Einzelfall werden der Umfang der einzuleitenden Verfahrensschritte und die Möglichkeit einer Verwertung von Schutzrechten erläutert. Im Jahr 2018 fanden 26 Patent-Beratungen statt.

Korruptionsbekämpfung

Korruption und Bestechung widersprechen dem Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns und dem Konzept der Corporate Social Responsibility; daher hilft die IHK ihren Mitgliedern, derartige Vorfälle zu verhindern. Hierzu organisiert sie Veranstaltungen, in denen über die Möglichkeiten von Compliance-Vereinbarungen sowie die strafrechtlichen Fallstricke von Aktivitäten, die als Bestechung bewertet werden können, aufklärt wird.
Zusätzlich zu den genannten Aktivitäten ist die IHK eine Sicherheitspartnerschaft mit dem Polizeipräsidium Tuttlingen eingegangen. Neben vielen weiteren sicherheitsrelevanten Themen werden den Mitgliedsunternehmen Veranstaltungen und Beratungen zum Verhalten bei Erpressungen angeboten. Dieses Thema ist speziell durch neue, über das Internet verübte Kriminalitätsformen aktuell. So versuchen etwa Kriminelle, die Daten von Unternehmen zu verschlüsseln, um sie nur gegen Zahlung einer größeren Geldsumme wieder freizugeben. Den Unternehmen soll gezeigt werden, wie derartige Taten verhindert bzw. zumindest stark erschwert werden können.

Datenschutz

Schon in der Vergangenheit war der korrekte Umgang mit Daten ein Kernthema der Corporate Social Responsibility. Die mittlerweile anwendbare Europäische Datenschutzgrundverordnung stellt nun sowohl die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg, als auch die Mitgliedsunternehmen vor große Herausforderungen. Datenschutz war eines der wichtigsten Themen des Jahres 2018.
Intern ist die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg mit gutem Beispiel voran gegangen und hat ihre Prozesse überprüft und angepasst, um sicherzustellen, dass die neuen Anforderungen erfüllt werden. Die Hauptarbeit fand aber extern statt: Die IHK  hat vor und nach in Kraft treten der DSGVO eine Vielzahl von Veranstaltungen zu diesem Thema organisiert, um ihre Mitglieder über die verschärften Regeln aufzuklären. Begleitet wurde dies von zusätzlichen Artikeln, Leitfäden und Merkblättern auf der Homepage, die die Unternehmen bei der Umsetzung unterstützen wurden. Daneben fanden hunderte von Einzelberatungen statt, in denen Unternehmen bei individuellen Problemen mit der Datenschutzgrundverordnung weitergeholfen wurde.

Rechtstreue in der IHK selbst

Die IHK hat die Ansprüche, die sie bezüglich der Regeltreue an ihre Mitarbeiter stellt, in einem Compliance-Kodex festgehalten. Damit will sie ihren Mitgliedsunternehmen in diesem Bereich mit gutem Beispiel vorangehen. Durch regelmäßige Veranstaltungen zu diesem Thema unterstützt sie auch ihre Mitglieder dabei, selbst derartige Kodizes zu entwickeln und informiert über Regeln, die von Unternehmen eingehalten werden müssen.

(Stand: November 2018)