Medieninformation vom 12. Juni 2019

Kontaktstelle Frau und Beruf: Landesweites Mentorinnenprogramm gestartet – Tandems aus der Region dabei

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat in Stuttgart den zentralen Auftakt für das Mentorinnenprogramm für Migrantinnen in diesem Jahr veranstaltet. Mit dabei waren auch die Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf Schwarzwald-Baar-Heuberg, Miriam Kammerer, und zwei Mentorinnen und eine Mentee aus der Region. Das Programm soll die Potenziale von Frauen mit Migrationsgeschichte erschließen und mit dazu beitragen, den Fachkräftebedarf in Baden-Württemberg mittel- und langfristig zu sichern.
Mentees sind Personen, die von Mentoren betreut werden. Eine der Mentees der Kontaktstelle Frau und Beruf Schwarzwald-Baar-Heuberg ist Roxana Carp. Die gebürtige Rumänin wohnt in Rottweil. Sie hat gemeinsam mit ihrer Mentorin Sibylle Friedrich an der Auftaktveranstaltung teilgenommen. Sibylle Friedrich ist freiberuflicher Business-Coach aus Bad Dürrheim und engagiert sich ehrenamtlich al
​​​​​​​s Mentorin.
Das Tandem hat bei der Podiumsdiskussion zur Eröffnung des Programms über die Erfahrungen gesprochen, die Roxana Carp in Deutschland gemacht hat. Seit knapp drei Jahren ist die junge Frau in Deutschland. In ihrem Heimatland hat sie ein wirtschaftswissenschaftliches Studium abgeschlossen. Vor den 100 Teilnehmerinnen aus ganz Baden-Württemberg machte sie sich stark dafür, Frauen mit Migrationshintergrund eine Chance zu geben. „Ich will in Deutschland Karriere machen“, sagt Carp und erhält dafür viel Applaus. Momentan macht sie eine Weiterbildung im Bereich Finanzbuchhaltung, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu steigern.
Das Mentorinnen-Programm ist ein zusätzliches Angebot im Rahmen des Landesprogramms Kontaktstelle Frau und Beruf. Die zentrale Auftaktveranstaltung in Stuttgart diente dabei der landesweiten Information, der einheitlichen Schulung und Vernetzung von Mentees, Mentorinnen und Beraterinnen. Das Programm geht jetzt in das dritte Jahr. Im vergangenen Jahr kamen die Mentorinnen und Mentees aus 33 Ländern, über 70 Prozent von ihnen brachten ein Hochschulstudium in Wirtschafts- , Geistes- und Humanwissenschaften oder den MINT-Fächern mit.
Das Ministerium fördert das Mentorinnen-Programm mit rund 112.000 Euro. Bei allen zwölf Kontaktstellen Frau und Beruf im Land werden Mentoring-Beziehungen zwischen fest im Beruf etablierten Mentorinnen und am Berufseinstieg oder Berufswiedereinstieg interessierten Mentees initiiert. Das Mentoring ist auf etwas sechs bis acht Monate angelegt. Als Mentee können sich Frauen bewerben, die Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt haben, über eine berufliche Qualifikation und Deutschkenntnisse auf dem Niveau B1 verfügen. Mentorinnen verfügen über mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in Deutschland. Das Engagement erfolgt ehrenamtlich. Die Kontaktstelle Frau und Beruf Schwarzwald-Baar-Heuberg nimmt gerne weitere Anmeldungen unter info@frauundberuf-sbh.de entgegen.

Die Kontaktstelle
Die Kontaktstelle Frau und Beruf Schwarzwald-Baar-Heuberg wird vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gefördert. Die Mitarbeiterinnen beraten Frauen in beruflichen Fragen wie Wiedereinstieg, Umstieg oder Existenzgründung. Als Trägerverbund zwischen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg und der Handwerkskammer Konstanz (HWK) ist die Kontaktstelle in den Räumen der IHK in Villingen-Schwenningen angesiedelt.