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05.12.2017: IHK-Tourismusausschuss in Triberg: Tourismuswirtschaft fordert, den Ausbau der touristischen Infrastruktur voranzutreiben

Von: Anne Spreitzer

Der IHK-Tourismusausschuss betonte in Triberg die Bedeutung der Branche für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Die Tourismuswirtschaft mit Gastronomie, Hotellerie und Freizeitwirtschaft hat für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg eine enorme wirtschaftliche Bedeutung. In der Region zählen zehn Prozent aller Mitgliedsunternehmen der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg zur Tourismusbranche. Sie prägen in besonderer Weise das positive Image der Region und schaffen gleichzeitig eine Vielzahl von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.

Trotz alledem hat die regionale Tourismuswirtschaft mit Schwierigkeiten bei der Mitarbeitersuche und bei der Unternehmensnachfolge zu kämpfen, aber vor allem auch mit zunehmenden bürokratischen Belastungen. Der IHK-Tourismusausschuss hat deshalb ein Positionspapier erarbeitet, das aktuelle Herausforderungen der Tourismusbranche behandelt. Gerade aus dem Blickwinkel einer zukunftsorientierten Standortpolitik, die maßgeblich Einfluss auf eine wirtschaftlich erfolgreiche und insbesondere für alle Generationen lebenswerte Region hat, kann das Thema der touristischen Entwicklung nicht ausgeklammert werden.

Dieses vom IHK-Tourismusausschuss erarbeitete Positionspapier wurde von der IHK-Vollversammlung in ihrer Sitzung Ende September vergangenen Jahres angenommen. Die darin enthaltenen sechs Forderungen sind adressiert an die politischen und touristischen Entscheidungsträger in Land und Bund. Zudem wurden diese Forderungen im Rahmen der vergangenen Herbstsitzung des IHK-Tourismusausschusses im historischen Ratssaal der Stadt Triberg bewertet, um daraus die inhaltlichen Schwerpunkte der IHK-Arbeit im Bereich Tourismus für das kommende Jahr abzuleiten.

Auf Grundlage dessen beschloss der Ausschuss als Arbeitsschwerpunkte im Jahre 2018 die touristische Infrastruktur auszubauen und die Fachkräftesicherung im Gastgewerbe zu forcieren.

Demzufolge soll vorranig der Ausbau der touristischen Infrastruktur mit Blick auf die Einwohner und auch die Gäste weiter vorangetrieben werden. Eine intakte Infrastruktur von Verkehrs,- Rad- und Wanderwegen, Loipen, Skiliften und dergleichen sei für den Freizeitwert einer Region von hoher Bedeutung. Auch Beherbergungsbetrieben und Veranstaltungsstätten sollten keine überbordenden gesetzlichen Restriktionen auferlegt werden.

Das andere zentrale Thema für die Ausschussarbeit im kommenden Jahr wird die Fachkräftesicherung im Gastgewerbe sein. Um die Aus- und Weiterbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe zu intensivieren, sollte die duale Ausbildung dieselbe Anerkennung (auch seitens der Landesregierung) finden wie die Hochschulbildung. Dafür bedarf es einer guten finanziellen Ausstattung der Berufsschulen sowie der Investitionen in den Ausbau der digitalen Kompetenzen der Auszubildenden. Denn Investitionen in die Fachkräfte von morgen sind Investitionen in die Zukunft.

IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez und Gallus Strobel, Bürgermeister der Stadt Triberg, wiesen insbesondere auf die Bedeutung der Marke „Schwarzwald“ hin. Immer mehr Weltunternehmen, wie etwa Hansgrohe, betonen auf weltweiten Messen den Schwarzwald-Bezug, verdeutlichte Albiez.

Anhand der 450.000 Tagesgäste in Triberg im Jahre 2016 und der gestiegenen Übernachtungszahlen – von 110.000 in 2011 auf 161.000 in 2016 – unterstrich Strobel zudem die Bedeutung von Investitionen in den Tourismus. „Durch den weiteren Infrastrukturausbau wird die Attraktivität der Stadt auch für unsere Einwohner gesteigert“, erklärte Tribergs kürzlich wiedergewählter Bürgermeister. Zusätzlichen Investitionsbedarf sieht er vor allem im Ausbau von Parkplätzen, weiteren Übernachtungskapazitäten und Mitarbeitern im Gastgewerbe.

Im Rahmen der Sitzung stellte darüber hinaus der Landrat des Schwarzwald-Baar-Kreises, Sven Hinterseh, die Tourismuskonzeption des Landkreises vor. Der Deutschlandtourismus und der Tourismus in Baden-Württemberg verbuchen jedes Jahr neue Rekordwerte. Demgegenüber sind die Übernachtungszahlen im Schwarzwald-Baar-Kreis von einer Seitwärtsbewegung geprägt. Daher wurden mittels der von der Agentur ift Freizeit- und Tourismusberatung GmbH ausgearbeiteten Tourismuskonzeption Projekte wie der Infrastruktur-Coach oder das Hüttenkonzept identifiziert. Mit Hilfe derer soll der Tourismus im Landkreis gestärkt werden. „Die Industrie im Landkreis ist genauso wichtig. Deshalb müssen wir seitens des Landkreises das eine – Tourismus – tun, ohne das andere zu vernachlässigen“, verdeutlichte Hinterseh.