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12.09.2017: Was die Wirtschaft von der Politik erwartet: IHK-Impulse zur Bundestagswahl 2017 - Teil 5 von 5: Machen schätzen, Macher fördern

Von: Martin Schmidt

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Am 24. September ist Bundestagswahl. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg nimmt das zum Anlass, die vorrangigen wirtschaftspolitischen Themen der Region in Impulspapieren auf den Punkt zu bringen: zur Mobilität, zur beruflichen Bildung, zu der Perspektive kleiner und mittelständischer Betriebe, zum Unternehmertum an sich und zu den Potenzialen des ländlichen Raumes.


Teil 5 von 5: Machen schätzen, Macher fördern

„Wer einen Betrieb gründet, verdient Respekt“, betont IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez. Jährlich betreue alleine die IHK rund 300 Menschen beim Weg in die Selbstständigkeit, ebenso seien 12.000 aller IHK-Firmierungen beispielhaft jünger als zehn Jahre. Thomas Albiez: „Diese Menschen wollen ihre Ideen in die Tat umsetzen und etwas bewegen. Sie schaffen Arbeitsplätze, bilden aus und geben der Region ein Gesicht. Diese Betriebe schaffen den Verteilungsspielraum, den es für alle politische und gesellschaftliche Vorhaben braucht. Diese Inhaber muss unsere Gesellschaft wieder fokussieren und einbinden.“

Die öffentliche und politische Diskussion verkenne momentan die Leistung von mittelständischen Unternehmern. Sie verkenne die Kraft des „Machens“. Wer Unternehmerinnen und Unternehmer immerzu mit Bürokratie und Erwartungshaltungen überfrachte, schwäche die Leistungsbereitschaft und den Stand des Unternehmertums. Albiez: „Der Wohlstand in unserem Land ist keine Selbstverständlichkeit. Er ist das Resultat einer vergangenen Politik, die betroffene Leistungsträger einbezieht, Freiheiten lässt und Chancen statt Verbote forciert.“

[Grafik Betriebsgründungen]

Die jetzige Bundespolitik beziehe dementsprechende Leistungsträger aus regionaler Wirtschaft und kommunaler Politik immer noch zu wenig ein. Thomas Albiez: „Welche Auswirkungen spüren Betriebe und Kommunen beim geforderten Gelingen der Energiewende? Welche Stellschrauben würden uns gemeinsam die Gewinnung, Ausbildung und Integration von Fachkräften erleichtern?“ Hier spürten kommunale Politik und regionale Wirtschaft oftmals denselben Handlungsbedarf – gerade bei ressortübergreifenden Themen. „Hier brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Austausch zwischen Berliner Ministerien und unserer Region“, so der IHK-Hauptgeschäftsführer.