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31.07.2017: IHK zum „Diesel-Gipfel“ am Mittwoch in Berlin: Sachliche Herangehensweise ohne Scheindebatten notwendig – Schaden für Zulieferunternehmen und Arbeitsplätze vermeiden

Von: Martin Schmidt

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Die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg erwartet sich vom „Nationalen Forum Diesel“ am Mittwoch (2. August) eine Einigung über die technischen Möglichkeiten zur Reduzierung von Emissionen bei Dieselfahrzeugen. Gleichzeitig plädiert die IHK für eine Versachlichung der Diskussion und warnt vor einer auf den Diesel verkürzten Scheindebatte.

IHK-Präsident Dieter Teufel: „Die öffentliche Debatte wird durch das fatale Verhalten der Automobilhersteller dominiert von manipulierten Abgaswerten und den Vorwürfen zu Kartellabsprachen zwischen Automobilherstellern. Dadurch darf aber nicht der Blick verstellt werden auf die grundsätzliche Leistungsfähigkeit moderner Verbrennungsmotoren und deren weiteres Verbesserungspotential, das von den Produzenten eingefordert werden muss. Schließlich geht es nicht nur um die Arbeitsplätze bei den großen Herstellern, sondern auch darum, Schaden für die knapp 1.000 mittelständisch geprägten Zuliefererunternehmen mit Tausenden von Arbeitsplätzen in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg abzuwenden.“ Die IHK erwarte daher, dass sich die Teilnehmer in Berlin eindeutig auf die Verbesserung der Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen fokussieren.

Kontroversen um innerstädtische Fahrverbote oder gar das Ende des Verbrennungsmotors ab 2030 glichen dagegen eher einer Scheindebatte und lenkten gleichzeitig von der Kernfrage ab, wie Privat- und Wirtschaftsverkehre in Zukunft tatsächlich möglichst klimaneutral gestaltet werden können. „Die Frage nach der klimaneutralen Mobilität der weiteren Zukunft kann heute in Anbetracht rasanter technologischer Entwicklungen nicht seriös beantwortet werden. Dafür notwendig ist eine sachorientierte und vor allem technologieoffene Suche nach den technisch und in der Praxis besten Antriebslösungen, die von Verbrauchern und gewerblichen Kunden akzeptiert werden“, so Teufel.

Um die Auswirkungen des sich abzeichnenden Strukturwandels auf die Automobilzulieferer der Region zu beleuchten und Zukunftstechnologien sowie -strategien aufzuzeigen, veranstaltet die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg am 13. September im Hofgut Hohenkarpfen in Hausen ob Verena eine Impulsveranstaltung „Regionales Zukunftsforum Mittelständische Automobilzulieferer" sowie am 30. November in der Stadthalle Tuttlingen den ganztägigen Automotive-Gipfel 2017 mit hochkarätigen Experten aus der Automobilbranche.