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16.06.2017: Innovatives Traditionsunternehmen: IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez bei Flaig + Hommel in Aldingen

Von: Christian Beck

Treffen bei Flaig + Hommel in Aldingen: Geschäftsführer Jörg Haller (links) und IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez

Die Flaig + Hommel GmbH in Aldingen ist für den technischen Wandel in der Automobilindustrie gerüstet. Sorge bereitet indes der zunehmende Mangel an Arbeitskräften. Diese Themen standen im Mittelpunkt eines Informationsaustausches von IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez mit Geschäftsführer Jörg Haller.

Flaig + Hommel ist ein innovatives Traditionsunternehmen im Bereich der Kaltmassivumformung mit dem Schwerpunkt Verbindungstechnik. Neben komplexen Kaltfließpressteilen werden am Hauptsitz in Aldingen mit 300 Mitarbeitern Sicherungsmuttern, Verschlussschrauben und Zerspanungsteile hergestellt. Mit Standorten in Polen und Russland, Vertriebsniederlassungen in China und USA, sowie Joint Ventures in Thailand und Taiwan ist die Flaig + Hommel-Gruppe auch international gut aufgestellt.

Hauptabsatzmarkt ist die Automobilindustrie. Wichtige Kunden stammen zudem aus Maschinenbau, Windkraft, Bauindustrie und Eisenbahntechnik. Etwa 14 Prozent der Produktion kommen in dem Bereich Motor und Abgasstrang von Verbrennungsfahrzeugen zum Einsatz, dies sieht der Geschäftsführer auf Nachfrage als zu bewältigende Auswirkung, sollte sich die Elektromobilität schnell durchsetzen. Zudem ist das Unternehmen in mehrere Entwicklungsprojekte eingebunden, bei denen es um Anwendungen in der Elektromobilität geht.

„Es ist beruhigend zu erfahren, dass ein Unternehmen wie Flaig + Hommel in neue Technologien involviert ist und mit Innovationen den Platz in der Zulieferkette behauptet und ausbaut“, sagte Thomas Albiez. Jörg Haller sagte zu, bei künftigen Erfahrungsaustauschen, wie sie derzeit auch von der Landespolitik angeregt werden, die bereits gewonnenen Erkenntnisse zum Thema Elektromobilität einzubringen.

Neue Technologien als Chance und eine gute Konjunktur - umso wichtiger sind qualifizierte Mitarbeiter. Doch die, so Jörg Haller, seien immer schwieriger zu finden. Thomas Albiez stellte das IHK-Gütesiegel „Attraktiver Arbeitgeber“ vor. Mit einer Zertifizierung lasse sich erfahrungsgemäß die Aufmerksamkeit von Fachkräften gewinnen.

Einig waren sich Thomas Albiez und Jörg Haller, dass die duale Ausbildung wieder mehr Wertschätzung in der Öffentlichkeit erfahren müsse: „Dazu gehört auch eine gute Ausstattung der Berufsschulen.“ Als unbefriedigend kennzeichnete Jörg Haller die Situation, dass Auszubildende des Betriebs nach erfolgreicher Prüfung zum Teil gezielt abgeworben werden, „insbesondere von Unternehmen, die selber nicht oder nur gering ausbilden“. In diesem Zusammenhang verwies Thomas Albiez auf das Angebot der IHK-Bildungsberater, die Unternehmen darin unterstützen, Ausbildungsbetrieb zu werden.

Einig war man sich auch darin, dass alle Potenziale, wie zum Beispiel auch die Qualifizierung bislang ungelernter Arbeitskräfte, verstärkt genutzt werden müssen, um den Mangel an Arbeitskräften in der Region zu überwinden. Mit der IHK Akademie besitzt die IHK große Erfahrung und ein umfangreiches Angebot in diesem Bereich.