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29.05.2017: Unternehmen auf Wachstumskurs: IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez bei Leiber Group in Emmingen-Liptingen

Von: Christian Beck

Treffen beim Familienunternehmen Leiber Group in Emmingen-Liptingen: Rainer Witte, Dr. Rolf Leiber und Thomas Albiez. (von links)

Ein klares Bekenntnis zum Standort in der Region und zur Tradition als Familienunternehmen gab Dr. Rolf Leiber, Geschäftsführender Gesellschafter der Leiber Group in Emmingen-Liptingen, jetzt während eines Arbeitstreffens mit IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez ab. Beide Seiten vereinbarten, die Zusammenarbeit zu intensivieren.

Die Leiber Group befindet sich seit Jahren auf Wachstumskurs und plant in diesem Jahr mit Umsatzerlösen in Höhe von 120 Millionen Euro. Das ist gegenüber 2011 fast eine Verdoppelung. Thomas Albiez nannte vor allem das Business Development bei Leiber „intelligent und richtungsweisend“. Leiber verfolgt in der Entwicklung unter anderem einen bionischen Ansatz und tritt pro-aktiv an Kunden heran, denen konkrete Produktverbesserungen vorgestellt werden. „Es benötigt zwar mehrere Jahre, bis ein Projekt in den Serienlauf geht, und nicht alle Ideen schaffen es bis zur Produktion, bei Erfolg verfügen wir aber über einen erheblichen Technologievorsprung“, erläutert Rolf Leiber.

Im Juli soll eine weitere Produktionslinie des Umformungsspezialisten in Betrieb gehen. Damit kommen neue Herausforderungen auch im Personalbereich auf Leiber zu: „Nicht nur der Markt der Facharbeiter ist leergefegt, selbst geringer Qualifizierte sind praktisch nicht zu bekommen“, berichtete Rolf Leiber. Man war sich einig, die Aus- und Fortbildungsanstrengungen weiter auszubauen. Thomas Albiez stellte das Siegel „Attraktiver Arbeitgeber“ der IHK vor. Rainer Witte, seit April Personalleiter bei Leiber, kündigte eine Reihe von Aktivitäten an, Leiber als Arbeitgeber noch bekannter und die Leistungen als Arbeitgeber noch sichtbarer nach außen hin zu machen. Um weiteres Wachstum zu ermöglichen, wird das Unternehmen die Zusammenarbeit mit der IHK auch in der Aus- und Fortbildung weiter vorantreiben. Als Unternehmen, das seit Jahrzehnten gut und umfangreich ausbildet, werde Leiber die Herausforderungen meistern, zeigte sich Albez überzeugt. Einig war er sich mit Witte, dass viele Ausbildungsinhalte „praxisorientiert weiterentwickelt und modernisiert werden müssen, um zukünftigen betrieblichen Anforderungen gerecht zu werden“.

Leiber ist als Umformungsspezialist derzeit überwiegend im Automotive-Bereich tätig. Dank der Expertise im Bereich Aluminium wirkt besonders das Thema Leichtbau als Treiber der Entwicklung. Die Zukunftsstrategie für die kommenden Jahre ruht auf drei Säulen. Ziel sei es, in weitere Branchen zu expandieren. Dies dient der Erhöhung der Risikostreuung. Leiber erhofft sich davon, auch auf Unternehmen zu treffen, deren Innovationsbereitschaft und -geschwindigkeit hoch ist. Bestandteil der Strategie ist es ferner, den Schwerpunkt auf Europa zu legen. Weiterhin sei kein Werk in USA oder Asien geplant. Leiber setze weiterhin konsequent auf Eigenständigkeit und Nachhaltigkeit und habe als Familienunternehmen die beste Zukunft, „unsere Mission ist es, ein Unternehmen zu sein, auf das wir alle, Eigentümer wie Mitarbeiter, stolz sein können“.

Dazu bedarf es passender Rahmenbedingungen. Leiber nannte die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs auch über die Kreisgrenze hinweg als wichtigen Punkt um auch für Auszubildende als Arbeitgeber attraktiver zu werden. Thomas Albiez sagte die volle Unterstützung der IHK zu.