IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg

Weiterleitung von Strom an Dritte auf dem Betriebsgelände

Mit dem neuen Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) wurden auch die Letztverbrauchergruppen neu gefasst, die eine verringerte KWK-Umlage bezahlen müssen sowie die Meldepflichten hierfür. 
Es ist deshalb zu empfehlen, dass geeichte Stromzähler zum Einsatz kommen, wenn Strommengen an Dritte auf dem Betriebsgelände weitergeleitet werden. Andernfalls kann die Weiterleitung dazu führen, dass die volle KWK-Umlage für alle Strommengen zu entrichten ist.
Denn mit dem neuen KWKG kann die KWK-Umlage (0,04 bzw. 0,03 Cent/kWh) nur noch für Strommengen reduziert werden, die vom Letztverbraucher auch selber verbraucht wurden.
Eine Reduzierung muss ab 2017 in jedem Fall aktiv bis zum 31. März beim zuständigen Netzbetreiber gemeldet werden. 
Sollte Strom an Dritte auf dem Betriebsgelände weitergeleitet werden, sollte dieser messtechnisch durch geeichte Zähler erfasst werden, da die Reduzierung ja nur für selbstverbrauchten Strom greift. Andernfalls könnte die Reduzierung für sämtliche Strommengen verloren gehen und die volle KWK-Umlage in Höhe von 0,445 Cent/kWh fällig werden.