Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Einigung bei Eigenversorgung für KWK-Neuanlagen

Die Bundesregierung und EU-Kommission haben sich, vorbehaltlich einer abschließenden Prüfung durch Brüssel, auf die künftige EEG-Belastung bei der Eigenversorgung durch KWK-Neuanlagen (Anlagen ab August 2014) geeinigt. Auch die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg hatte sich hier in den letzten Wochen für einen baldigen Kompromiss stark gemacht, damit die betroffenen Unternehmen nach einer längeren Hängepartie endlich wieder mehr Rechtssicherheit erlangen.  
Folgendes wurde nun zwischen Bund und EU vereinbart:
  • Den reduzierten Satz von 40 Prozent der EEG-Umlage zahlen künftig KWK-Neuanlagen mit einer Größe unter 1 MW sowie über 10 MW.
  • Ebenfalls 40 Prozent zahlen alle Betreiber von KWK-Neuanlagen in der stromintensiven Industrie.
  • Anlagen mit weniger als 3.500 Vollbenutzungsstunden im Jahr zahlen weiterhin 40 Prozent EEG-Umlage, bei höherer Auslastung steigt die Umlage kontinuierlich an. Betrachtet man den gesamten Eigenverbrauch, werden bei mehr als 7.000 Vollbenutzungsstunden im Jahr 100 Prozent EEG-Umlage fällig.
  • Eine abgestufte Übergangsregelung bis 2019 bzw. 2020 gilt für KWK-Neuanlagen, die zwischen 1. August 20104 und Ende 2017 errichtet wurden.
Die erzielte Einigung gilt, wie von uns gefordert, rückwirkend ab dem 1. Januar 2018.