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Aktuelles
26.07.12: IHK-Projekt „Haus der kleinen Forscher“: Kindergarten Rathausstraße in Zimmern ob Rottweil zertifiziert

Forscherfieber in Zimmern. Auch der Kindergarten Rathausstraße hat jetzt die Auszeichnung als Haus der kleinen Forscher erhalten
Wie funktioniert eine Pipette? Und warum schwimmt Olivenöl auf der Wasseroberfläche? Spannende Fragen, auf die Kinder mit Begeisterung eine Antwort haben möchten. Der Kindergarten Rathausstraße in Zimmern ob Rottweil bringt Kindern auf spielerische Art und Weise bei, wie Natur und Technik funktionieren. Dies drückt sich auch in der Projektarbeit „Experimente rund ums Feuer“ und in der Eltern-Kind-Aktion zum Thema „Körper und Sinne“ aus. Der Kindergarten ist jetzt als weiterer Kindergarten aus dem Netzwerk der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg als Haus der kleinen Forscher zertifiziert. Mittlerweile haben 26 Kindergärten die begehrte Plakette erstmalig erhalten, ein Kindergarten bereits zum zweiten Mal.
Kinder für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und damit idealerweise Einfluss auf ihre spätere Berufswahl zu nehmen - das ist das Ziel des von der IHK in der Region koordinierten bundesweiten Projektes. „Das Haus der kleinen Forscher spricht die Jüngsten an. Es soll bereits im Kindergarten die Neugier geweckt und Fragen beantwortet werden. Das ist die Basis dafür, dass wir hoch motivierte Schüler bekommen, die keine Scheu davor haben, naturwissenschaftliche Sachverhalte in der Schule zu erlernen“, sagte IHK-Vizepräsidentin Bettina Schuler-Kargoll, die die Auszeichnung vornahm. „Denn aufgrund es demografischen Wandels wird es gerade für kleinen und mittelständische Betriebe immer schwieriger, Nachwuchs vor allem im technischen Bereich zu finden.“
Helmtraud Hirt, Leiterin des Kindergartens, und die Projektleiterinnen Christina Dreier und Melanie Ohnmacht nahmen die Zertifizierung entgegen: „Es ist faszinierend, zu sehen, wie wissbegierig und offen Kinder auf die Phänomene aus Natur und Technik reagieren. Wenn man diese Offenheit gezielt fördert und pflegt, dann bewegen sich die Kinder auch in der Schule ganz anders in technisch-naturwissenschaftlichen Fächern. Berührungsängste kommen erst gar nicht auf. Im Gegenteil, neue Interessen entstehen - gerade auch bei Mädchen.“
Mittlerweile konnte die IHK 151 regionale Kindergärten mit 351 Erzieherinnen und Erziehern als Projektpartner gewinnen. Seit Oktober 2011 forschen auch neun Grundschulen mit zehn Lehrerinnen und Lehrern, sowie ein Horterzieher mit.
Der Fachkräftemangel sei nur dadurch in den Griff zu bekommen, dass intensiv Nachwuchsarbeit geleistet wird. „Wenn es uns nicht gelingt, die Jugend stärker für technisch-naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern, wird das ernsthafte Folgen für die regionale Wirtschaft haben“, brachte es Schuler-Kargoll auf den Punkt.
Haus der kleinen Forscher
Das „Haus der kleinen Forscher“ ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung ins Leben gerufene Initiative, die sich die spielerische Begeisterung von drei- bis zehnjährigen Mädchen und Jungen an naturwissenschaftlichen und technischen Phänomenen zum Ziel setzt. Die Vorteil für die Kindergärten: Die Versuchsmaterialien wie zum Beispiel Wasser, Spülmittel, Papier, Teelichter oder auch Filzstifte sind in fast jeder Einrichtung vorhanden, sodass kaum Mehrkosten entstehen. Die Schulung der Erzieherinnen ist kostenlos.


