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18.07.12: Neu und bundesweit einzigartig IHK-Bildungsinitiative SyPerB: bringt Schüler und Unternehmen zusammen

Von: Dr. Philipp Frank

Stellten die IHK-Bildungsinitiative SyPerB vor: Thomas Albiez, Thomas Löffler, Projektmitarbeiterin Petra Fritz, Michael Nölle, IHK-Geschäftsbereichsleiterin Martina Furtwängler, Gerhard Gaiser, Thomas Engeter und Hugo Frey

Schülern die Berufswahl erleichtern, Unternehmen die Findung und Bindung von jungen Nachwuchsfachkräften: Dies sind die obersten Ziel von SyPerB (Systematische Personalentwicklung für Beschäftigte in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg), der neusten Bildungsinitiative der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg. Was es mit dem 1,1 Millionen Euro-Projekt auf sich hat und wie es dazu kam, das haben Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, Geschäftsbereichsleiterin Martina Furtwängler und Projektberater Hugo Frey im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt.

Unterstützt wurden sie dabei von den Unternehmensvertretern Thomas Egenter (hansgrohe, Schiltach) und Michael Nölle (Werma Signaltechnik, Rietheim-Weilheim) sowie den Schuleitern Gerhard Gaiser (Gewerbliche Schulen, Donaueschingen) und Thomas Löffler (Erwin-Teufel-Schule, Spaichingen), die von SyPerB überzeugt wie begeistert sind.

Hintergrund: Bekanntlich tun sich die Unternehmen immer schwerer, geeignete Bewerber für ihre vakanten Ausbildungsstellen zu finden und somit ihren Fachkräftebedarf durch eigene Nachwuchsarbeit zu sichern. So ist bei der IHK vor etwas mehr als einem Jahr die Idee entstanden, Unternehmen und potenzielle Lehrstellenbewerber schon zu Schulzeiten über einen längeren Zeitraum und in einem genau definierten Projektrahmen miteinander zu verbinden.

„Wir fördern zwar schon seit längerem die Bildung von Schulpatenschaften, im Gegensatz zu den daraus meist entstehenden Kurzzeitpraktika sind die Schüler bei SyPerB jedoch in konkrete Projekte eingebunden, die sie – unterstützt von professionellen Coaches – über einen längeren Zeitraum und weitgehend eigenverantwortlich realisieren“, erklärt Martina Furtwängler. Das sei ein ganz neuer, bundesweit einzigartiger Ansatz, weshalb das Projekt unter anderem vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds zur Förderung der Berufsorientierung und Karriereplanung bei Schülern auch großzügig bezuschusst werde.

Vorteile ergeben sich für beide Seiten: Schüler und Betrieb lernen sich nicht nur genau kennen, der Nachwuchs bekommt zudem einen realistischen Eindruck davon, welche Berufsbilder es in der jeweiligen Branche gibt und was sie dort im beruflichen Alltag konkret erwarten würde.

Letzteres ist in seiner Bedeutung nicht zu unterschätzen, denn „derzeit bricht ungefähr jeder vierte Student sein Studium ab, was bildungspolitisch und volkswirtschaftlich nicht hinnehmbar ist“, so Thomas Albiez. Aufklärung und genaues Prüfen, was in welchen Berufen verlangt wird, tue mehr denn je Not; gerade auch an den Gymnasien, wo die vielfältigen Möglichkeiten des dualen Ausbildungsbereichs erfahrungsgemäß viel zu wenig bekannt sind.

Seitens der IHK erhofft man sich von SyPerB noch einen weiteren positiven Effekt: „Wenn es uns gelingt, junge Menschen nicht nur in die zu ihnen passenden Ausbildungen zu bringen, sondern auch davon zu überzeugen, dass es hier in der Region tolle Karrieremöglichkeiten gibt, dann sollte es am Ende möglich sein, Abwanderungsgedanken auf Dauer zu zerstreuen“, so Albiez. Angesichts der demografischen Veränderung werde jeder gebraucht. Eine Kultur des Hier-gebraucht-Werdens, eine Hier-bleib-Kultur müsse dringend verstärkt gepflegt werden.

Bei SyPerB mitmachen können IHK-Mitgliedsunternehmen aller Größen und Branchen sowie alle Haupt-, Realschulen und Gymnasien der Region. Die IHK leistet mit der Schulung der Schüler, beispielswiese im Projektmanagement,  bei den Praktikas und bei der Begleitung in der Praktikumsphase wertvolle Hilfe.