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IHK-Konjunkturumfrage zum Jahresbeginn: Wirtschaftslage auf sehr gutem Niveau - Erwartungen leicht rückläufig - Einbruch ist nicht in Sicht
Die Wirtschaft der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg hat 2011 ein sehr gutes Jahr absolviert. Insbesondere das Verarbeitende Gewerbe hat nach den Krisenjahren 2008/2009 mächtig aufgeholt und diese Verluste sehr gut ausgleichen können. Nach der aktuellen Umfrage der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg zum Jahresbeginn bei rund 240 Unternehmen wird die geschäftliche Lage von 58 Prozent (Herbst 2011: 66 Prozent) der befragten Unternehmen als gut bezeichnet, nur 4 Prozent (5 Prozent) sehen sie als verschlechtert an.
„Wirtschaftlich betrachtet war 2011 für die Unternehmen und für die Region ein Gewinn auf breiter Front“, bewertet IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez die Ergebnisse der Umfrage. Die Wirtschaft verzeichne volle Auftragsbücher, gut ausgelastete Kapazitäten und überaus gute Umsatzzahlen. Mit rund drei Prozent Arbeitslosigkeit sei zudem nahezu Vollbeschäftigung erreicht. „Die regionalen Betriebe zeigen Zuversicht und Gelassenheit für das neue Jahr“, so Albiez. „Trotz der Turbulenzen auf den internationalen Kapitalmärkten bewahrt der regionale Mittelstand kühlen Kopf und geht seinen Weg.
“Von der geringen Arbeitslosigkeit und der daraus resultierenden höheren Kaufkraft profitieren der Einzelhandel, die unternehmensnahen Dienstleister und auch die breit aufgestellte Freizeitwirtschaft. Während der Einzelhandel eine gestiegene Kauflaune der Kunden bilanziert, konnten die Freizeiteinrichtungen in der Region mehr Besucher als in der Vorsaison begrüßen. Auch das regionale Kreditgewerbe zeigt sich durchaus zufrieden mit den aktuellen Geschäften.
Für die nächsten zwölf Monate sind dennoch erste Anzeichen für eine flachere Geschäftsentwicklung erkennbar, wenn auch in keiner großen Ausprägung. Die aktuellen Auftragseingänge wie auch die Umsatzerwartung sind leicht rückläufig. „Das zeigt, dass die nicht enden wollende Diskussion um die Staatsschuldenkrise die Unternehmen im gewissen Maße verunsichert“, sagt Thomas Albiez. Auch die Energiewende, bei der ein Ausstieg beschlossen, aber kein schlüssiger Einstieg erkennbar sei, werde von den Betrieben in ihren Planungen berücksichtigt. Ein Einbruch wie in den Jahren 2008/2009 sei jedoch nicht in Sicht. Es gebe sogar leichte Hoffnungen, dass die Wirtschaft im Laufe des Jahres wieder an Fahrt aufnehme.
22 Prozent (23 Prozent) rechnen für dieses Jahr mit weiterhin guten Geschäften. 19 Prozent (15 Prozent) befürchten, dass sie sich verschlechtern werden. „Wir gehen geht davon aus, dass ein Wachstum von rund einem Prozent für 2012 eine durchaus realistische Größe ist“, so Thomas Albiez. Nach den Ergebnissen der IHK-Umfrage sei mit einer weiterhin starken Exporttätigkeit auch in diesem Jahr zu rechnen. Auch bei den Investitionsplänen würden die Unternehmen kaum Abstriche machen. „Insgesamt schätzen die regionalen Unternehmen die deutsche Wirtschaft also als ist im Kern gesund und robust ein“, sagt der IHK-Hauptgeschäftsführer. Das zeige, dass sich die Betriebe gut aufgestellt fühlen.
Die Beschäftigungslage, so die Unternehmen, wird sich in diesem Jahr kaum ändern. Trotz einer möglichen Wachstumsflaute sollen die Beschäftigten zumindest auf breiter Front gehalten werden. 24 Prozent (26 Prozent) planen mit einem erhöhten Personalbestand, 10 Prozent (5 Prozent) rechnen damit aus, dass die Beschäftigung sinken wird.
Abgesehen von einem bereits sich deutlich auswirkenden Fachkräftemangel belasten steigende Energie- und Rohstoffpreise und deren sinkende Verfügbarkeit zunehmend die Unternehmen. Insbesondere die Preise sind aus Sicht der Betriebe ein Top-Risiko, so ein weiteres Ergebnis der IHK-Umfrage. Die Rohstoffnachfrage steige, zugleich wachse die Abhängigkeit von einzelnen Exportländern. Die Unternehmen reagierten deshalb mit der Optimierung der Rohstoffbeschaffung, mit der Erhöhung der Energieeffizienz im eigenen Unternehmen und durch die Weitergabe der Zusatzkosten an die Kunden.
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